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Mit nur 200 EUR durch Spanien

Ich wette ihr guckt jetzt auf den Bildschirm und könnt euren Augen nicht trauen: Wie? Da muss es einen Haken geben? Wo ist der Haken?

Die Route die wir genommen haben ist diese, unten abgebildet, gestartet in Valencia, beendet in Pamplona:

Trampen in Spanien mit nur 200€ 1

Der Haken ist: CouchSurfing und Trampen. Du kannst darüber in unserem vorherigen Blog-Eintrag mehr lesen, oder hier erfährst du wie es für Adina und mich gelaufen ist. Unser Abenteuer haben wir im August gemacht, daher war es natürlich heiß, heiß und nochmal heiß.

Wir trafen uns in Valencia, ich zeigte ihr ein bisschen die Stadt und stellte sicher, dass sie das typisch-spanische und–valencianische Essen probierte.

Reise durch Spanien

Unser erster Abschnitt war eine kurze Distanz, nur nach Javea (Marke B auf der Karte). Wir wurden von der örtlichen Polizei mitgenommen, die uns zu einem guten Tramp-Platz brachte, wo wir ganz einfach eine gute Fahrt nach Javea bekamen. Und wo wir tolle Strände und die Gesellschaft meiner guten Freunde aus Valencia genossen.

Der nächste Stop war Granada (Marke C auf der Karte). Der Tramp war langsam und schrecklich bis nach Murcia, aber später bekamen wir eine direkte Fahrt nach Granada – nur weil wir aus dem Balkan kamen, genauer gesagt aus dem ehemaligen Jugoslawien. Der Herr wohnte in Split, Kroatien und liebte unsere Länder und sprach Kroatisch. Stell dir das vor!

Wir hatten keinen CouchSurfing Gastgeber in Granada, weil es August war und alle verreist oder bei ihren Familien in ihren Heimatstädten waren. Wir entschieden einen Spaziergang zu machen und Menschen zu fragen, wo wir unsere Schlafsachen hinpacken und schlafen könnten. Eine Dame sagte uns wir sollten zum St. Nicolas Platz gehen, um dort zu schlafen.

– Aber draußen schlafen ist vielleicht gefährlich, jemand wird sie vielleicht verschleppen – sagte eine andere Frau.

– Wie könnten sie Leute verschleppen, wenn es nichts zu stehlen oder ähnliches gibt, sie haben doch nichts Wertvolles – antwortete die erste Frau lachend.

Wir kamen im Stadtzentrum an und ich schlug vor, einen Spaziergang zu machen um alternative Menschen zu treffen.

– Wieso alternativ?, fragte Adina.

– Na, ja die wissen sicherlich, wo es hier sichere Plätze zum Schlafen gibt, erklärte ich.

– Aber was ist wenn wir keine alternativen Menschen sehen?, fragte sie wieder.

– Na, dann fragen wir eine zufällige Person und fragen diese, wo die alternativen Leute rumhängen, ich lachte über meinen brillianten Vorschlag.

Ein Mann zeigte auf das Ende der Hauptstraße der alten Stadt und sagte, dass es da einen guten Platz zum Schlafen gäbe. Aber als wir diese Straße entlang gingen, wurden wir auf einen Straßenmusiker aufmerksam, der gerade dabei war die Flöte zu spielen.

– Hey es ist nicht mal 10 Uhr, wir könnten noch ein bisschen hier sitzen und seine Musik genießen, wir mueßen ja nicht gleich ins Bett gehen, schlug ich vor.

Gerade als wir unsere Tramp-Sachen auf den Boden stellten, kam ein anderes Mädchen auf uns zu.

– Hey Mädels, ihr seht so aus als hättet ihr keinen Platz zum Schlafen. Es gibt da dieses Travel House,  hier um die Ecke, sagte sie.

– Ah ja wie konnte ich das nur vergessen, es ist das Projekt meines Freundes, ich vergaß komplett, dass mein Freund aus Serbien, Lazar, entschieden hatte, dass das Travel House dieses Jahr in Granada sein würde.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, woher das Mädchen wusste, dass wir keinen Schlafplatz hatten? Na ja wenn du Reisende nachts mit ihrem Rucksack, die einfach nur rumsitzen siehst – ist es wahrscheinlich, dass sie müde sind und keinen Platz haben wo sie hin könnten. (Ansonsten würden sie ihre Rucksäcke erst verstauen und dann in die Stadt gehen um den Musikern zu zu hören).

Wir verbrachten ein paar Tage, oder soll ich sagen Nächte in Granada, weil es am Tag zu heiß war um das Apartment zu verlassen.

Der naechste Stop war Lissabon, (Marke E), mehr as 700km entfernt von Granada. Wir wussten, dass es hart wird, wir wussten dass es uns mindestens 2 Tage kosten wird. (Spanien ist nicht das leichteste Land, um dort zu trampen, in anderen Ländern ist ein Tag mehr als genug für 700 km).

Nach einem anstrengenden Tag des Trampens kamen wir in Sevilla an. Es war 20 Uhr und 38º warm. Wir wollten keine weitere Minute dort verbringen. Lass uns weiter trampen nach Lissabon, nur um aus dieser Hölle rauszukommen.

Ein Paar in einem Wohnmobil nahm uns auf. Lange Geschichte kurzer Sinn, sie nahmen uns bis fast an die Grenze zu Portugal mit bis nach Isla Cristina (Markiert D) . Wir lernten neue Leute kennen, sie gaben uns Essen und Saft und wir gaben ihnen unsere Geschichte. Sie öffneten das Dach des Wohnmobils, wo wir 2 schlafen konnten. Ich konnte es nicht fassen, wir schliefen auf dem Dach eines Wohnmobils.

Wir setzen das Trampen am nächsten Tag fort. Sobald wir an die Grenze kamen, sobald wir in Portugal waren, wurde Trampen so einfach. Wir kamen innerhalb von ein paar Stunden nach Lissabon.

Unsere CouchSurfing Gastgeber waren unglaublich. Wir gingen mit ihnen aus, fuhren im Kofferraum ihres Autos, waren Sightseeing, waren am Strand, sprangen von einem 10m hohen Brett, trafen viele Menschen, assen viel Essen, tranken viel Bier. Gastfreundschaft – unglaublich.

Als nächstes war Porto an der Reihe (F). Trampen von Lissabon nach Porto war so einfach und ohne eine einzige Komplikation und da realisierten wir wie sehr wir zufällige Geschehnisse vermissten.

Porto war langweilig und sehr unbequem, muss ich zugeben. Wir fühlten uns als würden wir von allen angestarrt werden. Wir waren Ausländer, das konnten sie förmlich riechen. Wir wollten zurück nach Spanien, auch wenn das Trampen schwer ist.

So schlugen wir die Richtung Santiago ein, obwohl wir einen Platz zum Schlafen in Porto hatten. Nach dem Lesen der nicht aktualisierten Anweisungen über unseren Tramp-Spot, begannen wir, verloren zu gehen, und es dauerte mehrere Stunden, um Porto zu verlassen und den Tramper-Ort zu erreichen.

Wir wurden von einem Geschwisterpaar genau in der Mitte nach Santiago, in Vigo (G) abgeholt.

– Aber warum geht ihr direkt nach Santiago, ihr koenntet doch auch eine Nacht in Vigo verbringen?, schlugen sie vor.

– Nun, wir haben keine Unterkunft in Santiago, also haben wir möglicherweise auch keinen Ort zum Verweilen in Vigo. – sagte ich.

Es stellte sich heraus, dass ihr Cousin ein CouchSurfer ist und auf einem Hügel in einem Holzhaus mit einem Mitbewohner, vier Hunden und einer Katze lebt. Sie gaben uns Nahrung und Geld und wir fanden neue Freunde.

Am nächsten Tag kam die Schwester, die uns an den Tramp-Punkt bringen sollte. Aber stattdessen, kaufte sie uns Fahrkarten nach Santiago und führte uns an den Strand und dann bezahlte sie für das Mittagessen. Unglaublich!

In der Zwischenzeit fanden wir uns selbst einen CouchSurfing Gastgeber in Santiago, der uns vom Bahnhof abholte und uns mitnahm zu vielen anderen CouchSurfern und seinen Freunden. Eine schöne Zeit.

Wir beschlossen Gijon zu überspringen (I) und nach Bilbao ein bisschen vor Pamplona zu fahren (J). Wir wussten nicht, wo wir schlafen würden, aber weil sich bis jetzt alles andere erstaunlich herausstellte, waren wir recht zuversichtlich, dass es sich auf diese Weise fortsetzen würde.

So begannen wir zu Trampen, aber wir hatten Schwierigkeiten. Unsere zweite Fahrt war nach La Coruña und wir erwähnten zu dem Tramper, dass wir in Gijon stoppen könnten, falls das Trampen schief gehen würde. Der Fahrer Pablo, sagte uns, er habe dort gelebt, also wenn wir dort bleiben wollten, sollten wir ihn kontaktieren.

Die nächste Fahrt endete an einer der nächsten Tankstellen mitten im nirgendwo. Fast kein Verkehr. Niemand um uns abzuholen. Es war kalt, obwohl es August war. Wir gingen hinter die Tankstelle, öffneten unsere Schlafsäcke und entschieden uns auf dem Gras dort zu schlafen. Wir konnten nicht wirklich schlafen, weil es zu kalt war.

Das Fastfood Restaurant an der Tankstelle schloss um 1. Ich ging rein, um zu fragen, ob sie Nahrung haben, die sie nicht verkauft hatten. Sie gaben mir zwei Tortilla-Sandwiches. Aber waren wir zu sehr damit beschäftigt, uns in unseren Schlafsäcken zu verstecken, als uns um das Essen zu kümmern. Wir legten die Bocadillos beiseite und warteten auf die Morgendämmerung.

Sobald der Himmel blau wurde standen wir auf und gingen zu dem Fastfood-Restaurant, bestellten eine Tasse Tee zum Aufwärmen nach einer sehr kalten Nacht. Wir assen unsere Tortilla-Sandwiches vom letzten Abend und versuchten, wieder Stärke zu bekommen.

Wir baten ein Mädchen, ob sie uns nach Gijon fahren würde – und sie sagte ja und wir nahmen die Fahrt gerne an.

Jedoch stellte sich heraus, dass sie zwei Freunde in einem kleinen Ort neben der Autobahn abholen musste und dann würde sie uns alle mitnehmen nach Gijon. Als wir das Dorf erreichten, stellte sich heraus, dass es vier Freunde waren, nicht zwei.

-Tut mir leid. Ich dachte, es wären nur zwei von ihnen. – sagte das Mädchen, das uns abgeholt hatte und ließ uns in einem Dorf, 50 km vom Highway, zurück.

Na toll!!! Es dauerte den ganzen Tag nur um wieder an die Autobahn zu kommen. Als wir nur noch 70 km bis nach Gijon hatten, beschlossen wir, unser fast letztes Geld für die Bus-Tickets auszugeben. Als wir in den Bus eingestiegen sind, erkannten wir, wie müde wir eigentlich waren.

Ich schrieb Pablo, der Kerl, der sagte, er hätte Freunde in Gijon – und er sendete uns sofort die Nummer seines Freundes Alvaro. Wir kontaktierten Alvaro, der uns abholte. Es stellte sich heraus, dass Alvaro Architekt ist, mehr als ein guter, er lebte in einem zweigeschossigen Penthouse im Zentrum, alles perfekt. Wir hatten unser eigenes Schlafzimmer und eigene Toiletten. Nach der Nacht, die wir hinter einer Tankstelle verbracht hatten und gefroren hatten, schien es uns im Bett wie auf Wolken zu schlafen. Wir schliefen innerhalb von Sekunden ein.

Sodass wir am nächsten Tag beschlossen, den Schildern zu folgen und einen schönen Ort zu finden wo jemand anhalten und uns mitnehmen würde, leider gab es keine Hitchhiking Spots in Gijon. Wir verloren ca. 3-4 Stunden, nur um den perfekten Ort zu finden. Später bearbeitete ich den Artikel, über Gijon auf HitchWiki damit Leute wissen, wo sie in diesem Bereich Trampen könnten.

Wir hatten eine Fahrt zu einer Tankstelle in der Nähe von Santander bekommen, und alles war gut, außer dass wir an dieser Tankstelle festsaßen und uns klar war, dass wir nicht noch eine Nacht an einer Tankstelle verbringen wollten.

Wir freundeten uns mit einem Beamten an, der uns Kaffee, Zigaretten und Essen gab. Wir redeten die ganze Nacht mit ihm und einigen anderen Leuten. Am Ende hat uns der Beamte eine Fahrt bis fast nach Pamplona bezahlt.

Es hat uns vier Tage gekostet um 740 km von Santiago nach Pamplona zu trampen. Was für ein Erfolg!

In Pamplona trafen wir uns mit unseren Freunden aus Valencia und blieben bei einem Freund der Schwester. Wir verbrachten vier Tage dort, entspannten, erholten uns und spielten Touristen. Wir haben es geschafft. Dieser Gedanke durchquerte unseren Geist Millionen Mal in dieser Zeit. Wir haben es geschafft. Wir sind fast die ganze Küste Spaniens und Portugals mit nur €200 getrampt.

Aber es war nur die Ruhe vor dem Sturm. Wir mussten ja noch nach Hause trampen. Pamplona – Paris – München – Zagreb. Aber das ist eine andere Geschichte.

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